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Editorial
Für das Projekt Kirchenwaldtunnel, das der Sicherheit eines wichtigen Abschnittes der A2 dient, war Überzeugungsarbeit notwendig. Vom generellen Projekt bis zum Baubeschluss dauerte es sieben Jahre.
Die ersten Variantenstudien wurden im Frühjahr 1986 durchgeführt. Während für die Ausarbeitung des generellen Projektes vom Februar bis Dezember 1988 knapp ein Jahr aufgewendet wurde, dauerten die von kommunalen Behörden geforderten Abklärungen zu einer Untertunnelung des Alpnachersees, die Vernehmlassungsverfahren bei Bund und Kanton und die Vorbereitungen der Vorlage an den Bundesrat bis zur Genehmigung des Projektes mehr als vier Jahre. Ein ähnliches zeitaufwändiges Prozedere ergab sich mit dem Ende 1994 eingereichten Ausführungsprojekt des Kirchenwaldtunnels. Um die Feststellungen im detaillierten Umweltverträglichkeitsbericht zu bestätigen, mussten zusätzliche Fachgutachten und Expertisen eingeholt werden. Am 7. Januar 1997 hat das Eidgenössische Verkehrs- und Energie-Departement das Ausführungsprojekt genehmigt. Im Mai 1998 wurden die Bauarbeiten aufgenommen.
Der Euphorie der sechziger und siebziger Jahre für den Nationalstrassenbau und damit für den Anschluss des Kantons Nidwalden an das internationale Strassen- und Schienennetz, folgte eine Phase von Erfahrung und zunehmenden Ansprüchen an die Autobahnbauer. Der Schutz der Siedlungsgebiete und die Sicherheit auf der Nord-Südverbindung verlangen
verschiedene Massnahmen. So sind Lärmschutzeinrichtungen in Hergiswil, Stansstad und Stans entstanden. Der Kirchenwaldtunnel soll die Gefahr eines Bergsturzes auf das Lopperviadukt beseitigen. Die Unfälle in den Tunnels führten dazu, dass auch im Kirchenwaldtunnel sehr weitgehende Sicherheitsmassnahmen angeordnet wurden. Trotzdem ist bis jetzt keine Bauverzögerung eingetreten.
Heute, zu Beginn des Jahres 2007, erinnern wir uns an den 29. Juni 2006, als die Südröhre des Kirchenwaldtunnels dem Verkehr übergeben wurde. Damit wurde gleichzeitig eine weitere Bauetappe eröffnet, nämlich der Ausbau der Nordröhre. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit Ende 2008 auch dieser Abschnitt, zusammen mit der Verbindung zur N8, eröffnet werden kann.
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